„Bottrop ist ein Apothekerskandal und kein Apothekenskandal“

„Bottrop ist ein Apothekerskandal und kein Apothekenskandal“ – das erklärt Dominique-André Busch, Regierungsrat im NRW-Gesundheitsministerium. Das Land hat seine Apothekenüberwachung neu geordnet – drohen jetzt Industrienormen? Warum soll die Partikelzahlmessung erhöht werden? Der Regierungsrat antwortete den Apothekern beim 27. onkologisch-pharmazeutischen Fachkongress NZW am vergangenen Wochenende in Hamburg.

Dass Bottrop nur Verlierer kennt, erklärte Michael Marxen, Vizepräsident derDeutschen Gesellschaft für Onkologische Pharmazie (DGOP) und selbst Zytoapotheker, am vergangenen Wochenende beim 27. NZW in Hamburg. Patientenseien verunsichert, Apotheker stünden unter Generalverdacht und auch dieBehörden könnten bei Bottrop nur verlieren.

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Dennoch stellte sich Dominique-André Busch, Regierungsrat am Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Nordrhein-Westfalen den onkologischen Pharmazeuten beim NZW. Und Fragen gab es – auch wegen des neuen Konzepts zur Apothekenüberwachung in NRW.

Vertrauensverlust in pharmazeutische Versorgung ist groß

„Ich halte es für außerordentlich wichtig, zu kommunizieren, wie solche Entscheidungen zustande gekommen sind und warum die Apothekenüberwachung so nun so durchgeführt wird“, erklärte Busch.

Der Skandal sei „unsäglich“ – niemand wisse genau, wer die fehldosierten Arzneimittel erhalten habe, die Betroffenen seien verunsichert, und „der Vertrauensverlust in die pharmazeutische Versorgung ist riesig“, sagte der Regierungsrat.

Dass dieser Vertrauensverlust alle Apotheker, die Behörden und die Politik trifft und somit gleichzeitig eine Mehrheit der Wohlschaffenden in Misskredit bringt, lässt sich bei Skandalen dieser Art selten vermeiden. Doch: „Bottrop ist ein Apothekerskandal und kein Apothekenskandal – das ist mir wichtig“, konstatierte Busch.

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