Krebskranker Elliot (4) tröstet Mutter: „Mama, niemand hat gesagt, dass es einfach wird“

Kurz vor seinem dritten Geburtstag ist bei Elliot Krebs diagnostiziert worden. Der Tumor hatte bereits gestreut. Nach intensiver Behandlung und Chemotherapie galt der Junge als tumorfrei. Doch jetzt ist der Krebs zurück. Seine Familie kämpft und seine Mutter hofft: „Löwen schaffen das“.

Am liebsten spielt der vierjährige Elliot mit Playmobil oder Lego Polizei. In zwei Jahren möchte er gerne mit seinen Freunden zur Schule gehen.

„Ich weiß auch schon, was ich werden möchte, wenn ich mal groß bin: Polizist!“, verrät Elliot auf seiner Internetseite. Die haben seine Eltern Katinka und Sven Peiz eingerichtet, um Spenden zu sammeln. Denn ihr Sohn ist todkrank.

Elliot wird diesen Monat fünf Jahre alt. Kurz vor seinem dritten Geburtstag fanden Ärzte eine bösartige Wucherung im Bauch des Jungen: ein Neuroblastom, Grad IV, an der rechten Nebenniere. Im Knochenmark und in den Lymphknoten befanden sich bereits Metastasen. Der Krebs wurde durch eine Chemotherapie behandelt, die den kleinen Körper sehr stark belastete. Die Haare fielen aus. Privat Elliot durfte zur Gast auf der Polizeiwache sein.

„Ich nenne den Tumor ‚Bösewicht‘, weil er mir große Schmerzen gemacht hat“, schreibt Elliot. Nach einem Jahr intensiver Behandlung und Chemotherapie kann Elliot entlassen werden und den Kindergarten besuchen: „Als meine Mama mich zum ersten Mal dorthin brachte, hat sie geweint. Sie erklärte mir, dass man auch manchmal weint, wenn man glücklich ist.“

„Ich wusste es vor allen anderen, dass der Tumor wieder da ist“

Doch jetzt, zwei Jahre später, ist der Krebs zurück. Von Freudentränen keine Spur mehr.

„Im März dieses Jahres hatte ich plötzlich schreckliche, stechende Schmerzen in meinem Bauch und meinem Rücken. Ich wusste es, bevor es alle anderen wussten: ‚Mein Tumor ist wieder da!‘ beschreibt es Elliot. Da kullern bei seiner Mutter doch auch mal vor ihrem Sohn die Tränen, obwohl sie das zu vermeiden versucht. Der tröstet sie: „Mama, niemand hat gesagt, dass es einfach wird.“ Bemerkenswert.

Elliots Mutter sagte FOCUS Online: „Ich finde Elliot machte es uns trotz der Umstände einfach, weil er so selbstbewusst, stark, tapfer und geduldig ist. Das bewundere ich an ihm.“

Privat Elliot muss wieder täglich in die Tagesklinik.  

Die Familie des Jungen hofft, den Krebs mit einer Immuntherapie in den Griff zu bekommen. Die medizinischen Möglichkeiten in Deutschland sind ihren Aussagen zufolge begrenzt. Über die Frankfurter Uniklinik, in der Elliot behandelt wird, haben die Eltern des Jungen Kontakt zu Experten des Memorial Sloan Kettering Cancer Centers in New York aufgenommen.

Mutter Katinka hofft: „Löwen schaffen das“

Die Therapie, die der Spezialist in New York empfohlen hat, sieht Strahlen-, Chemo- und Immuntherapie sowie eine Impfung vor. Die ersten beiden Behandlungen sind bereits in Deutschland zugelassen, doch Immuntherapie und Impfung noch nicht.

Im Gegensatz zu Strahlen- oder Chemotherapie versuchen Ärzte mit der Immuntherapie das körpereigene Immunsystem zur Bekämpfung einzusetzen. Das Immunsystem soll Krebszellen erkennen und dann bekämpfen. Die eigenen Zellen sollen dabei nicht geschädigt werden. Doch das zu erreichen ist nicht einfach, denn Tumorzellen tarnen sich vor den T-Zellen des Immunsystems.

Die Familie müsste die Kosten für Letztere selbst tragen. Die Behandlungskosten in New York für die Immuntherapie belaufen sich auf zirka 700.000 Euro, mit Chemotherapie zusammen auf 1,4 Millionen Euro. Elliots Eltern haben daher einen Spendenaufruf gestartet, um diese tragen zu können. Auch auf Facebook sind sie aktiv und informieren über Spendenaktionen. Bisher sind 500.000 Euro zusammengekommen. Elliots Mutter Katinka erklärte: „Das ist wirklich toll und lässt uns, in Anbetracht der neuen Herausforderungen, weiter optimistisch bleiben – Löwen schaffen das!“

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