Weniger Urlaub in der Elternzeit

Der Anspruch auf Elternzeit nach den Maßgaben desBundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes (BEEG) ist ein ständiges Thema in derApotheke. Von der korrekten Stellung des Elternzeitantrags bis zur Möglichkeitder Teilzeitarbeit während der Elternzeit sind die aufkommenden Fragenmannigfaltig und stellen mitunter so manche Apotheken vor eine Herausforderung.Dazu gehört auch die urlaubsrechtliche Bewertung der Elternzeit.

Dennviele Arbeitgeber und auch Arbeitnehmer sind sich nicht der Tatsache bewusst,dass die Entstehung von Urlaubsansprüchen zunächst nur an die Bedingung einesbestehenden Arbeitsverhältnisses geknüpft ist. Folglich stehen Arbeitnehmerngrundsätzlich auch für die Zeiten einer beantragten Elternzeit Urlaubsansprüchezu.

Der deutsche Gesetzgeber stellt jedoch den Arbeitgebern mit der Vorschriftdes § 17 Abs. 1 S. 1 BEEG ein Instrument zur Verfügung, mit dem dieseentstandenen Urlaubsansprüche durch formlose Erklärung gegenüber demArbeitnehmer wieder gekürzt werden können. Konkret erlaubt § 17 Abs. 1 S. 1BEEG die Kürzung des Jahresurlaubs um ein Zwölftel für jeden vollenKalendermonat Elternzeit.

Ausgeschlossen ist die Kürzungsmöglichkeit allerdingsnach § 17 Abs. 1 S. 2 BEEG, wenn der Arbeitnehmer bei seinem ArbeitgeberTeilzeit während der Elternzeit leistet.

Was Apothekenleiter dabei beachten sollten, beschreibt RechtsanwaltSebastian Czaplak in einem Beitrag in der aktuellen AZ 2019, Nr. 20, S. 7.

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