Brauereiführung in München

Wer an München denkt, denkt an Bier und seine weltberühmten Brauereien.

Es sind sechs große Münchner Marken und ihre Geschichte die untrennbar mit der Stadt verbunden ist. Bis heute brauen sie ihr Bier in Braustätten auf Münchner Stadtgebiet. Eine Besichtigung der Brauereien bzw. die Teilnahme an einer klassischen Brauereiführung in München gestaltet sich aber schwieriger als gedacht. Während es in vielen anderen Städten mit Brautradition zum festen Besuchsprogramm gehört, einer Brauereiführung beizuwohnen, ist das in München nicht ohne Hürden möglich. Teilweise wurden die Braustätten von der Innenstadt in schlecht erreichbare Außenbezirke verlagert oder Brauereiführungen werden von den Brauereien grundsätzlich nicht angeboten.

Die Augustiner Brauerei mit ihren Brauanlagen an der Landsbergerstraße, sowie die Paulanerbrauerei (München Langwied) mit ihrer Marke Hacker-Pschorr verzichten komplett auf Brauereiführungen. Spaten-, Franziskaner- und Löwenbräu-Brauerei waren früher eigenständige Brauereien, gehören inzwischen aber zum gleichen Konzern. Hier stehen außer für größere Gruppen nur vier Termine pro Jahr zur Verfügung, um an einer Brauereiführung teilzunehmen. Die Hofbräu-Brauerei hat ihre Braustätte schon vor Jahren an den Stadtrand verlegt und ist seither mit dem öffentlichen Nahverkehr nur schlecht erreichbar. Wen das nicht schreckt und den langen Anfahrtsweg in Kauf nehmen will, für den bietet die Brauerei, mehrmals die Woche Führungen an. Noch wichtig zu wissen ist: Führungen werden nur für Gruppen ab zehn Personen angeboten. Sie können an Feiertagen, im August, sowie während des Oktoberfests nicht stattfinden. Eine Anmeldung erfolgt mindestens 14 Tage im Voraus.

Mit der Giesinger Braumanufaktur kommt nun eine weitere Brauerei ins Spiel, die nun auch formal „Münchner Bier“ braut. Seit 2020 besitzt die Brauerei einen eigenen Tiefbrunnen. Denn die Bezeichnung „Münchner Bier“ ist eine geschützte geographische Angabe und bezieht sich auf das Brauen im Münchner Stadtgebiet, aber auch auf die Verwendung regionaler Rohstoffe. Besonders streng nehmen es die Brauer beim Wasser, das aus eigenen Tiefbrunnen gefördert werden muss. Mit dem Brunnen wurde auch ein neue Braustätte gebaut. Nach aktuellem Stand (05.06.2021) aber ist eine offene Brauereiführung im neuen „Werk 2“ noch nicht möglich.

Die Brauereiszene in München hat durch einige Neugründungen in den letzten Jahren an Vielfalt gewonnen. Das gilt so auch für die Möglichkeiten für Brauereiführungen für Bierfans. Doch was bei den kleinen Mikro- und Wirthausbrauereien häufig ausbleibt, ist der Wow-Effekt bei einer Führung bezogen auf die technischen Anlagen. Den neben spannenden Anekdoten aus der Brauereigeschichte sind es nicht zuletzt die großen technischen Anlagen wie Sudhaus, Gär- und Lagertanks und die Flaschenabfüllerei die eine Führung zu einem Erlebnis machen.

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