Warum Sie Lebensmittelreste nicht in Konserven aufbewahren sollten

In der Corona-Krise sind nicht nur Klopapier und Hefe begehrt. Auch Lebensmittel in Konserven werden gehamstert, und das aus gutem Grund: Ravioli, Mais und eingelegte Früchte halten sich in Dosen verpackt oft jahrelang. Aus gesundheitlicher Sicht sind Konserven ebenfalls unbedenklich, auch wenn Vitamine bei der Konservierung oft auf der Strecke bleiben. Vor allem Hülsenfrüchte wie Kichererbsen und Tomaten aus der Dose sind aber guten Gewissens zu empfehlen.

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Einige Konserven fassen viel Inhalt – bis zu 400 Gramm und mehr. Was aber, wenn etwas übrig bleibt? Reste in den Konserven zu lassen und einfach in den Kühlschrank zu stellen, ist jedenfalls keine gute Idee, stellt die Verbraucherzentrale Bayern in einer Mitteilung klar. Der Grund: Viele Konservendosen sind im Inneren mit einem Schutzlack beschichtet. Beim Öffnen mit einem Dosenöffner oder einer Gabel kann dieser Lack beschädigt werden, gleichzeitig gelangt Sauerstoff in das Innere. „Dadurch löst sich möglicherweise Zinn aus dem Dosenmaterial und geht auf die Lebensmittel über“, schreibt die Verbraucherzentrale. Zinn ist ein Schwermetall und kann in größeren Mengen die Nieren belasten. Bei empfindlichen Menschen kann Zinn auch zu Beschwerden im Magen-Darm-Trakt führen.

Zinn in Konserven – Reste vorsichtshalber umfüllen

„Das Gesundheitsrisiko durch Konservendosen ist zwar eher gering, dennoch ist diese Vorsichtsmaßnahme sinnvoll“, sagt Susanne Moritz, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale. „Besser ist es, übrig Gebliebenes in eine verschließbare Vorratsdose aus Glas oder Kunststoff umzufüllen.“ Positiver Nebeneffekt: In verschließbaren Behältnissen halten sich die Lebensmittel auch deutlich länger als in angebrochenen Dosen, weil so weniger Luft an die Ware gelangt. 

Sind Dosen auf den Boden gefallen und verbeult, sollten auch sie vorsichtshalber aussortiert werden. Aus beschädigten Dosen kann sich unter Umständen ebenfalls Zinn lösen. 

Quelle: Verbraucherzentrale Bayern / Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart

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