Schutz vor dem Coronavirus: Tragen die Deutschen jetzt Atemschutzmasken?

Als vergangene Woche die ersten Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen verkündet wurden, sprach sich Bundeskanzlerin Angela Merkel dabei auch öffentlich für das freiwillige Tragen von Gesichtsmasken aus.

Eine FIT FOR FUN-Umfrage in Kooperation mit Civey hat nun untersucht, wie die Deutschen auf diese Mundschutzempfehlung reagiert haben.

Auf die Frage „Zu welchem Anlass tragen Sie aktuell einen Schutz, der Mund und Nase bedeckt?“ teilten im Untersuchungszeitraum vom 17.04.2020 bis 21.04.2020 insgesamt 5.003 Personen ihre persönlichen Erfahrungen.

Sind die Deutschen mundschutzfaul?

Mundschutzliebhaber scheinen die Deutschen demnach nicht zu sein.

Während der weltweite Onlinehandel für Atemschutzmasken boomt und die Modelle von Tag zu Tag kreativer werden, geht laut repräsentativer Hochrechung knapp die Hälfte aller Deutschen grundsätzlich ohne Schutz vor die Tür.

Gerade einmal 6,4 Prozent, sorgen für eine Bedeckung von Mund- und Nase, sobald sie das Haus verlassen.

Vor allem Seniorinnen und Senioren scheinen dabei Wert auf den Schutz anderer zu legen.

Sie sind unter denen, die nie ohne Nasen- und Mundbedeckung das Haus verlassen, mit einem Anteil von über 10 Prozent die am stärksten vertretene Altersgruppe.

Mundschutz vor allem beim Einkaufen

Immerhin 34,4 Prozent der Deutschen bedecken inzwischen beim Einkaufen Mund und Nase – ein wenig überraschendes Ergebnis angesichts der andauernden Corona-Pandemie.

Denn trotz der Bemühungen durch das Sicherheitspersonal in vielen Supermärkten ist es nach wie vor eine Herausfordeung, dort die 1,5 Meter Sicherheitsabstand durchgehend einzuhalten.

Möglicherweise fällt daher gerade in dicht besiedelten Gegenden der Wille zum Tragen eines Mundschutzes größer aus als bei den Menschen, die sich in dünner besiedelten Flächen Deutschlands besser aus dem Weg gehen können.

Coronavirus: Maskenpflicht in vielen Bundesländern

Die Umfrage gibt einen interessanten Einblick darüber, wie einsichtig die deutsche Bevölkerung bisher auf die freiwillige Empfehlung zum Tragen eines Mundschutzes reagiert.

In nur wenigen Tagen werden sich die erhobenen Zahlen allerdings noch einmal deutlich verändern.

Nämlich dann, wenn in vielen Bundesländern Schutzmasken nicht mehr freiwillig, sondern per Verordnung getragen werden müssen – vor allem im öffentlichen Nahverkehr sowie beim Einkaufen.

Bislang besteht eine Maskenpflicht im Handel und Nahverkehr erst in Sachsen sowie in einzelnen Städten wie Potsdam, Frankfurt und Münster.

Aber noch in dieser Woche werden nach dem gleichen Muster auch Sachsen-Anhalt sowie Thüringen vorgehen und ab nächster Woche folgen weitere Bundesländer:

  • Hamburg (ab dem 27. April)
  • Baden-Württemberg (ab dem 27. April)
  • Bayern (ab dem 27. April)
  • Mecklenburg-Vorpommern (ab 27. April)
  • Schleswig-Holstein (ab dem 29. April)

Um medizinische Atemschutzmasken nicht unnötig zu verknappen, raten Experten übrigens dazu, selbstgenähte Stoffmasken zu tragen.

Larissa Hellmund

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