Aktuelle Studie zeigt: Gamer leben viel gesünder, als man denkt

Sie gehen zu wenig an die frische Luft, pflegen keine sozialen Kontakte und machen die Nächte in virtuellen Welten mit Chipstüte auf dem Schoß durch – solchen oder so ähnlichen Vorurteilen sehen sich leidenschaftliche Gamer häufiger von Nicht-Gamern ausgesetzt.

Eine aktuelle Studie der AOK Rheinland/Hamburg und der Deutschen Sporthochschule in Köln hat sich nun näher mit dem tatsächlichen Gesundheitsverhalten von Zockern auseinandergesetzt. Und das Projektteam „eSportwissen“ stellt fest: So ungesund, wie mancher denkt, leben Gamer gar nicht.

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Der Durchschnittsgamer: männlich, jung, gebildet

Knapp 1.200 Personen haben die Forscher zu verschiedenen Aspekten des Wohlbefindens und der Erholung befragt. Wo und wie sie die Teilnehmer rekrutiert haben, schreiben sie zwar nicht – doch der Befragung zufolge ist der Durchschnittsgamer männlich (wie rund 88 Prozent der Teilnehmer), 23 Jahre alt und hat einen hohen Bildungsstand. So kann die Hälfte der Zocker ein abgeschlossenes Abitur oder Fachabitur vorweisen.

Wie viel und wie ambitioniert gezockt wird, ist in der Stichprobe gut gemischt. Die meisten der Befragten spielen nur als Hobby, knapp ein Drittel nimmt auch an virtuellen Wettbewerben teil.

Mehr Spielzeit, weniger Gesundheit

Besorgte Freunde oder Eltern dürfen nun aufatmen: Der Großteil der Teilnehmer schätzt die eigene Gesundheit als gut oder sehr gut ein, in Sachen Belastung sieht es für Videospiel-Enthusiasten ebenfalls rosig aus. Nur zwei Prozent der Teilnehmer gaben an, unter hohem Stress zu stehen. Auffällig ist allerdings: Je mehr Zeit jemand in die Zockerei investiert, desto weniger gesund fühlt sich die Person.

Die Forscher weisen aber daraufhin, dass der kausale Zusammenhang unklar bleibt. Ob weniger gesunde Menschen einfach mehr spielen oder ob das viele Zocken krank macht, kann mit den erhobenen Daten nicht beantwortet werden.

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Zocker bewegen sich mehr als die Allgemeinheit

Um die Gesundheit vielleicht etwas objektiver einschätzen zu können, fragten die Forscher die Bewegungsgewohnheiten der Gamer ab. Die WHO empfiehlt mindestens zweieinhalb Stunden körperliche Aktivität in der Woche. Innerhalb der deutschen Bevölkerung schaffen das nur rund 45 Prozent. Doch die befragten Zocker sind um einiges aktiver: Stolze 80 Prozent teilten mit, sich mindestens so lange zu bewegen wie empfohlen. Der Durchschnitt liegt sogar bei mehr als acht Stunden in der Woche.

Eine Gefahr für die Spieler sehen die Wissenschaftler allerdings im hohen Medienkonsum. Diese gaben demnach unter anderem an, fast drei Stunden täglich über Messenger zu kommunizieren oder länger als anderthalb Stunden am Tag Videos mit Gaming-Bezug zu schauen. Die damit einhergehende lange Sitzzeit sei ein neuer möglicher Ansatzpunkt für die Gesundheitsförderung.

Quelle: „eSportwissen“

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