Spahns Apothekenpläne – Chance oder Risiko?

Einen ersten Aufschlag zur Reformierung des Apothekenmarktesgibt es nun. Doch wie ist dieser aus Apothekersicht zu interpretieren? Sollten sichdie Pharmazeuten freuen, weil sie endlich einen Einstieg in die Honorierungpharmazeutischer Dienstleistungen bekommen? Oder ist der Vorschlag eine Gefahrfür die Apotheken, weil er die teilweise Aufhebung der Rx-Preisbindung indeutschem Recht dann für immer festlegt? Was meinen Sie? Stimmen Sie ab!

ABDA-Präsident Friedemann Schmidt ist eigentlich jemand, derseine Meinung zu aktuellen politischen Themen klar kundtut. Am gestrigenDienstag war das aber anders: Da saß Schmidt auf der Pressekonferenz nach derABDA-Mitgliederversammlung und sprach von „großen Risiken“, aber ebenso „großenChancen“, die sich durch Jens Spahns Pläne zum Apothekenmarkt ergäben. DieChancen sieht Schmidt klar in den Vergütungsbestandteilen: Endlich sei man rausaus der Sackgasse, zudem werde der Einstieg in eine neue Vergütungsformgeschafft.

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„Es lohnt sich, dass wir uns mit diesem Angebot auseinandersetzen“

Andererseits gebe es viele Unwägbarkeiten: Lässt sich dieMarktanteil-Grenze für EU-Versender wirklich rechtssicher etablieren? Haltensich die EU-Versender an die Boni-Grenze? Und wird es den Kassen effektivverboten, keine Selektivverträge mit DocMorris & Co. abzuschließen? AllesFragen, die aus Sicht von Schmidt gegen das Spahn’sche Apotheken-Paket sprechen.Trotzdem gab er den Kammern und Verbänden auf den Weg: Es lohnt sich, dass sichdie Apotheker damit auseinandersetzen!

Insgesamt mehr Hoffnung als Sorgen hat übrigens auch DAZ-WirtschaftsexperteDr. Thomas Müller-Bohn mit Blick auf die BMG-Eckpunkte. In einem Kommentarschreibt er unter anderem:

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